Ernährungsberater Ausbildung - Ernährungsberater werden - Vergleich zu Anbietern und Ausbildungsmöglichkeiten - Ernährungssoftware

Ernährungsberater Ausbildung – Übersicht und Vergleich

Welche Arten einer Ernährungsberater Ausbildung gibt es, welche Ausbildungsinstitute bieten welche Angebote an und wie teuer ist die Ausbildung? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Der Markt an Ausbildungen zum Ernährungsberater ist groß und vielfältig. Die Ernährung ist eines der wichtigsten und gefragtesten Themen unserer Zeit. Der Zusammenhang und das Wechselspiel zwischen der Ernährung und den Themen Gesundheit, Fitness, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden wird wissenschaftlich immer deutlicher herausgearbeitet und vielen Menschen immer bewusster.

Das Wissen, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Grundlage für einen gesunden Lebensstil ist und dass sowohl Übergewicht/Fettleibigkeit sowie viele Zivilisationskrankheiten durch eine Fehlernährung ausgelöst oder begünstigt werden, lässt immer mehr Menschen nach einer Ernährungsberatung suchen.

Ernährungsberater werden mit einer fundierten Ausbildung

Aufgrund dieser stetig wachsenden Nachfrage nach fundiertem Ernährungswissen auch für speziellere Zielgruppen (Stichwort: Allergien, Unverträglichkeiten, Lebensmittelausschlüsse, ...) hat sich der Arbeitsmarkt für Ernährungsberater stark vergrößert. Dementsprechend hat sich auch das Angebot an Ausbildungen zum Ernährungsberater vervielfältigt und stark ausdifferenziert.

1. Wie wird man Ernährungsberater?

Viele Menschen haben den Wunsch, einen Beruf als Berater oder Coach in den Bereichen Fitness, Gesundheit und Ernährung zu erlernen, wissen aber nicht genau, wo sie anfangen sollen und was für sie das Richtige ist. Die Ernährungsberatung ist in diesem Branchenfeld ein großer und vielschichtiger Bereich und bietet immer mehr interessante Möglichkeiten, sich beruflich zu verwirklichen.

Ernährungsberater können in einer Vielzahl von Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen arbeiten, um ihre Leidenschaft für das Thema gesunde Ernährung und Beratung von Hilfesuchenden auszuüben. Der erste Schritt, um Ernährungsberater zu werden, ist herauszufinden, welche Art von Ernährungsberater man sein möchte, ob man angestellt oder selbstständig tätig sein möchte und für welche Kunden man arbeiten möchte.

Ernährungsberater vs. Diätassistenten

Dazu muss man zunächst wissen, dass die Berufsbezeichnungen Ernährungsberater, Ernährungscoach oder Ernährungsfachkraft in Deutschland nicht geregelt und geschützt sind. Im Grunde kann sich jeder so nennen, egal ob er oder sie eine Ausbildung oder ein Studium absolviert hat. Aus diesem Grund dürfen Ernährungsberater auch nur gesunde Menschen beraten und präventiv tätig sein.

Dagegen ist der Diätassistent der einzige bundeseinheitlich geregelte Gesundheitsfachberuf, der explizit für Ernährungstherapie, ernährungsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung ausgebildet wird. Diätassistenten sind also therapeutisch tätig und dürfen auch mit Patienten arbeiten, wenn von einem Facharzt eine Verordnung vorliegt.

Als „Ernährungsberater“ kann sich also jeder bezeichnen, auch völlig ohne Ausbildung und irgendeine Kenntnis über das Thema Ernährung. Das ist natürlich grundsätzlich abzulehnen, denn erstens arbeitest du mit realen, ratsuchenden Menschen, die deine Hilfe und Unterstützung benötigen und sich auf dich verlassen. Zweitens bezahlen deine Kunden Geld und erwarten zu Recht eine adäquate Leistung, die zielgerichtet, wirkungsvoll und gesund sein sollte. Spätestens, wenn deine Beratung nicht hilft oder sogar deinen Kunden schadet, dürfte sich dein Beratungsbusiness als ein großer Betrug herausstellen, das mit gefährlichem Halbwissen Profite machen will.

Grundvoraussetzung für ein ehrliches und erfolgreiches Business als Ernährungsberater ist also eine qualifizierte Ausbildung, die dir ein umfassendes und vielschichtiges Wissen zum Thema Ernährung vermittelt. In diesem Artikel werden wir uns die verschiedenen Ausbildungsinstitute und deren Ernährungsberater-Ausbildungen genauer ansehen und die Möglichkeiten vergleichen, wie man Ernährungsberater werden kann.

2. Welche Ernährungsberater Ausbildungen gibt es? Der Vergleich!

Es gibt zahlreiche Ausbildungsprogramme für Ernährungsberater, angefangen von der "klassischen", staatlich anerkannten, 3-jährigen Ausbildung zum Diätassistenten bis hin zu diversen online Angeboten privater Anbieter, die mehrere Monate, einige Wochen oder sogar nur wenige Tage dauern können. Entsprechend stark unterscheiden sich dabei allerdings auch die Inhalte, die Qualität, der Abschluss und die Berufsaussichten.

Die hochwertigste, anspruchsvollste, umfangreichste Ausbildung ist sicherlich die zum anerkannten Beruf des Diätassistenten, deren Absolventen dann meistens auch in Festanstellungen in Krankenhäusern, Rehazentren, Alten- und Pflegeheimen, Gesundheitseinrichtungen, usw. mit erkrankten Menschen therapeutisch arbeiten.

Davon abgestuft eignen sich die deutlich kürzeren Ausbildungsprogramme zum Ernährungsberater der privaten Anbieter z.B. sehr gut für einen selbstständigen Einstieg in die Ernährungsberatung oder für Personal-Coaches und Fitnesstrainer, die zusätzlich eine zielgerichtete Ernährungsberatung anbieten möchten.

Ernährungsberater Ausbildungen - Anbietervergleich

AnbieterTitelVoraussetzungenDauerPräsenztagePrüfung / AbschlussPreisInfo
Ecodemy - Fachfernschule für vegane ErnährungVegane/r Ernährungsberater/in (Online)Keine5 oder 15 Monate, je nach WunschKeine Schriftlich (Online) 1.895 € (5 Raten á 379 €)
1.935 € (15 Raten á 129 €)
Webseite
Online Trainer Lizenz (OTL) Ernährungsberater Lizenz (Online)
18 Jahre Selbst bestimmbar;
max. 6 Monate (Verlängerung möglich)
1 Prüfungstag Schriftlich + Praktisch (Online)699 € Webseite
BSAErnährungstrainer-B-LizenzKeine3 Monate4 Tage Präsenzphase + 1 Prüfungstag Schriftliche Klausur (Online oder vor Ort) 1.198 €Webseite
Akademie für Sport und GesundheitErnährungscoach B-Lizenz (Präsenz oder Online)16 Jahre4 Tage 3 Tage + 1 Prüfungstag Schriftlich + PraktischPräsenz: 499 €
Online: 449 €
Webseite
Fernschule (ILS)Ernährungsberater/in (Fernstudium)Realschulabschluss oder vergleichbarer schulischer Abschluss15 Monate2 Webinare über je 2 Tage (enthalten)
Optional: Praxis-Seminar 2,5 Tage (Extrakosten)
Schriftlich + Praktisch2.280 € Webseite
IFAAErnährungstrainer-B-Lizenz (Präsenz oder Online)KeinePräsenz: 4 Tage, danach 4-6 Wochen zur Prüfungsvorbereitung
Online: 14 Wochen
Präsenz (Online): 4 Tage + 1 Prüfung
Online: keine
Präsenz: Praktische Prüfung (Online)
Online: schriftlich und praktische Prüfung
629 € Webseite
Academy of Sports Ernährungsberater B-LizenzErnährung C-Lizenz oder Ähnliches12 Wochen (nebenberuflich) oder 3 Wochen (Vollzeit) Online Fernstudium mit 2 online Präsenzphasen Schriftlich + Praktisch456 € Webseite
AHAB-Akademie
Ernährungsberater AusbildungKeinePräsenz: 4 Tage + Selbststudium
Online: 1 Monat Selbststudium
4 TageOnline:
Lehrprobe + Wissenstest
Präsenz: Wissenstest (Online)
549 €Webseite
SAFS & BETAErnährungs-Coach B-Lizenz (Online)Keine6 Tage3 x 2 TageTheorieprüfung am letzten Ausbildungstag840 €Webseite
Weiterbildung an der IHKErnährungsberater (IHK) Keine1,5-2 Jahre Wöchentlicher Unterricht Schriftlich + Praktisch2.200 € Webseite
Ausbildung zum Diätassistenten Diätassistent Realschulabschluss3 Jahre Fester Arbeitsplatz und Berufsschulunterricht Schriftlich + PraktischNicht berechenbar: Manchmal Semestergebühren |
An Schulen, die nach dem TVÖD unterliegen, gibt es meist eine Ausbildungsvergütung
Webseite
Teilzeit- / Vollzeitstudium, Duales Studium oder Fernstudium an diversen HochschulenBachelor Studiengang: ErnährungswissenschaftenHochschulzugangsberechtigung, eventuell NC3-3,5 Jahre Meist tägliche Vorlesungen Schriftlich + Praktisch Nicht genau berechenbar Webseite
sgd FernschuleWeiterbildung zum „Ernährungsberater“ im Fernstudiumkeine8 Monate (bei 8 Stunden pro Woche)2 Tage (Online Seminare) + Abschlussprüfung
> sgd-Abschlusszeugnis „Ernährungsberatung“ nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme
> sgd-Zertifikat „Ernährungsberater/in“ nach Teilnahme am Abschlussseminar und Abschlussprüfung
2.460 € + SeminargebührenWebseite
[Stand: 09/2022 - Angaben ohne Gewähr | Die Angaben, Bedingungen, Inhalte und Preise der Anbieter können sich jederzeit ändern. Der aktuellste Stand der Ausbildungsangebote findet sich immer auf der Webseite des Anbieter.]

3. Welche Anbieter einer Ernährungsberater Ausbildung gibt es?

Es gibt eine breite Palette unterschiedlichster Institute, Organisationen und Unternehmen, die Ausbildungen zum Ernährungsberater anbieten, dazu zählen Universitäten, Fachhochschulen, Fernschulen, Akademien, Bildungseinrichtungen, Schulen, Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie diverse private Institutionen und Unternehmen. Das Angebot ist riesig und entsprechend vielfältig in Bezug auf die Inhalte und die Qualität.

Wir empfehlen, sich in aller Ruhe einen Überblick zu verschaffen und dann zu schauen, welches Angebot auf die eigenen Wunschvorstellungen von der beruflichen Zukunft am besten passt, z.B. ob man angestellt oder selbstständig arbeiten möchte. Weitere Kriterien für die richtige Auswahl sind dann mögliche Voraussetzungen, die einige Angebote von den Bewerbern verlangen, aber ebenso die Dauer der Ausbildung und natürlich die Kosten für die Ausbildung.

4. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Ernährungsberater zu werden?

Je nach Qualität und Abschluss der Ausbildung verlangen einige Institute die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen für die Vergabe eines Ausbildungsplatzes. Dies sind üblicherweise ein Mindestalter, ein bestimmter schulischer Abschluss oder eine Vorqualifizierung durch eine andere Lizenz. Viele - vor allem private Angebote - verlangen auch gar keine Voraussetzungen.

Ausbildung zum Diätassistenten

Die Ausbildung zum Diätassistenten ist eine anerkannte Ausbildung, die nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) reguliert ist. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist in dualer Form organisiert. Das heißt, die theoretische Ausbildung findet in einer Berufsschule und die praktische Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb statt. Sie umfasst 3.000 Stunden Theorie und 1.400 Stunden praktische Ausbildung.

In der Regel ist eine Ausbildung zum Diätassistenten an eine bestimmte Fachrichtung gebunden, wie z.B. an Allgemeine Ernährungsberatung, Klinische Ernährung oder auch Sporternährung. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhält man den staatlich anerkannten Abschluss als Diätassistent/in.

Diätassistenten dürfen neben einer Ernährungsberatung für gesunde Menschen eine Ernährungstherapie für erkrankte Menschen anbieten. Um eine Ernährungstherapie bei einem Patienten zu beginnen, benötigen Diätassistenten die Verordnung des Arztes.

https://www.vdd.de/beruf-und-karriere/ausbildung-zum-diaetassistenten

Ausbildung zum Ernährungsberater

Eine Ausbildung zum Ernährungsberater ist keine anerkannte Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Das bedeutet, dass es keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung zum Ernährungsberater gibt. Die Ausbildung zum Ernährungsberater wird daher von unterschiedlichen privaten Anbietern in unterschiedlichen Formen angeboten.

Die Ausbildung kann zum Beispiel in Form eines mehrmonatigen, mehrwöchigen oder auch nur mehrtägigen Ausbildungsprogramms absolviert werden. Manche Ausbildungen sind reine Online-Angebote oder eine Kombination aus Online-Seminaren und wenigen Präsenztagen.

In der Regel ist die Ausbildung zum Ernährungsberater nicht an eine bestimmte Fachrichtung gebunden, sondern beinhaltet meist grundlegendes Wissen zum Thema Ernährung, zu diversen Ernährungsformen und wie man eine Beratung aufbaut. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhält man in der Regel keinen staatlich anerkannten Abschluss, sondern nur ein Zertifikat des jeweiligen Anbieters.

5. Was kostet eine Ernährungsberater Ausbildung?

Die Preise für die Ausbildung sind sehr unterschiedlich und reichen - je nach Umfang und Länge der Ausbildung - bei den privaten Anbietern von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Euro.

An Schulen, die zu öffentlichen Trägern wie z.B. Universitätskliniken und Krankenhäuser gehören bzw. dort integriert sind, kostet die Ausbildung in der Regel kein Geld. Unterliegen diese Schulen, dem TVÖD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) oder vergleichbaren Regelungen, wird meistens eine Ausbildungsvergütung gezahlt.

6. Wie ist der Ablauf einer Ernährungsberater Ausbildung?

Die Abläufe sind so unterschiedlich, wie die verschiedenen Angebote. Es gibt reine Online Angebote, bei denen du sogar die Prüfung online über einen Video-Call ablegen kannst. Hierbei musst du selbstständig die einzelnen Module, bestehend aus Videos oder PDFs, selbst erarbeiten und den Stoff lernen. Ergänzend gibt es meist regelmäßige Webinare mit den Ausbildern und Ernährungsfachleuten für Rückfragen und Diskussionen.

Längerfristige Ausbildungen setzen zusätzlich auf Präsenztage und Blockseminare mit Schwerpunktthemen. In der Regel gilt, je umfangreicher und länger eine Ausbildung angelegt ist, desto mehr Präsenztage oder Seminare sind integriert und müssen verpflichtend besucht werden. Auch die Prüfungen finden hier meist live vor Ort statt.

7. Was sind die Inhalte einer Ernährungsberater Ausbildung?

Die Ausbildung zum Ernährungsberater an privaten Ausbildungsinstituten enthält eher grundlegendes Wissen wie z.B. Stoffwechsel und Verdauung, Makronährstoffe und Mikronährstoffe, Sporternährung, Adipositas, Ernährungsformen zur Gewichtsreduktion, Ernährungspsychologie, Essstörungen, Nahrungsergänzungen, Erstellung von zielgerichteten Ernährungsplänen, usw.

Die Inhalte und der Zuschnitt der Themenschwerpunkte variieren von Anbieter zu Anbieter. Hier gilt es sich genau zu informieren, ob das angebotene Wissen auch dem entspricht, was man für seine spätere Tätigkeit benötigt und ob es eventuell Fortbildungen und Spezialisierungen gibt,

Hingegen umfasst die Ausbildung zum Diätassistenten, der nicht nur präventiv tätig sein, sondern auch therapeutisch mit Patienten arbeiten darf, darüber hinausgehend ein viel größeres Spektrum an Themen. Dazu gehören z.B. Anatomie und Physiologie, Biochemie und Ernährungslehre, Diät- und Ernährungsberatung, Lebensmittelkunde und Konservierung, allgemeine und spezielle Krankheitslehre, Ernährungsmedizin, Hygiene und Toxikologie, Koch- und Küchentechnik, Ernährungswirtschaft, Diätetik, usw.

Hier steht neben der präventiven Ernährungsberatung für gesunden Menschen eben auch die verordnete, therapeutische Ernährungsbetreuung (Ernährungstherapie) im Vordergrund.

8. Wie lange dauert eine Ausbildung zum Ernährungsberater?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wenn du eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Diätassistenten*in machen möchtest, dauert die Ausbildung 3 Jahre. Ausbildungen von privaten Institutionen und Unternehmen dauern zwischen mehreren Monaten oder sogar nur einigen Tagen. Hier sind dann die Inhalte allerdings auf ein Grundlagenwissen zur Ernährung begrenzt.

9. Welche Zertifikate erhält man nach einer Ernährungsberater Ausbildung?

Die Ausbildung zum Diätassistenten schließt mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen staatlichen Prüfung ab. Damit hat man ein Staatsexamen absolviert. Die Ausbildung ist offiziell anerkannt. Die staatlich geprüfte Diätassistentin ist eine gesetzlich anerkannte Qualifikation. Diese ist wichtig z.B. für eine Zertifizierung und gehört zu den Anforderungen für eine Beteiligung der gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten für Ernährungsberatung und Therapie, die die Patienten oder Kunden geltend machen können.

Bei Ausbildungen an privaten Instituten oder Online-Akademien erhältst du in der Regel ein Zertifikat des Instituts, mit dem du eine Ernährungsberater-Lizenz bekommst. Diese kann lebenslang gültig sein oder muss nach einer bestimmten Zeit erneuert werden. Dies ist keine staatlich anerkannte Qualifikation und wird von den gesetzlichen Krankenkassen auch nicht zur Kostenübernahme anerkannt. Infomiere dich hierzu vorab genau auf den Seiten der einzelnen Anbieter.

10. Wie sieht die berufliche Perspektive als Ernährungsberater aus?

Die Karriereperspektiven für Ernährungsberater sind gut. Die Branche Ernährung, Gesundheit, Bewegung, Fitness, Leistungsfähigkeit, Nahrungsmittel, Sporternährung, Nahrungsergänzungen, usw. boomt. Die Nachfrage nach gesunden Ernährungskonzepten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Immer mehr Menschen wollen einen gesünderen und aktiveren Lifestyle für sich und ihre Familie leben, um länger gesund und leistungsfähig zu bleiben und sich mehr wohlzufühlen. Mit dieser Motivation verfolgen sie einen präventiven Ansatz, bei dem die Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Sie suchen die für sie individuell passende Ernährungsform. Da meist das richtige Wissen und die Zeit für die Recherche und die Umsetzung fehlen, suchen diese Menschen Unterstützung bei selbstständigen Ernährungsberatern.

Das ist das klassische Feld der Ernährungsberatung, die sich mit ihrem Angebot an gesunde Menschen wenden, die ihre Ernährung verbessern und optimieren wollen oder wegen einer Allergie oder Unverträglichkeit oder auf ein bestimmtes Ziel hin anpassen wollen. Diese Art der präventiven Ernährungsberatung wird überwiegend von selbstständigen Ernährungsberatern, Fitnesstrainern und Personal Coaches bis hin zu Ärzt*innen, Heilpraktiker*innen und Apotheker*innen angeboten.

Im Gegensatz dazu wendet sich der Bereich der Diät- und Ernährungstherapie an kranke Menschen, die eine Verordnung zur Therapie von einem Arzt erhalten haben. Dies ist das Arbeitsfeld von Ernährungsfachkräften im eigentlichen Sinne, also mit einer entsprechenden staatlich anerkannten Ausbildung oder einem Studium, wie z.B. Diätassistenten. In der Regel sind diese Angestellte, die in Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen, medizinischen Einrichtungen, Therapiezentren, Kliniken, Praxen, Rehazentren, Unternehmen mit BGM, etc. arbeiten. Auch in diesem Bereich wächst der Bedarf, da die Bedeutung der Ernährung als Faktor zur Gesundung von Patienten immer stärker in den Fokus rückt.

Veröffentlicht in Ernährungsberater Ausbildung, Selbständigkeit als Ernährungsberater.